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Digitale Innovation

10 Gründe warum Open Innovation oft scheitert

29.01.2014
Taken at a Social Innovation Camp http://www.flickr.com/photos/sicamp/7356916932 (CC)

Offene Innovation kann eine starke Kraft sein. Wenn Hunderte von Menschen offen zusammenarbeiten, können sich viele kreative Möglichkeiten entwickeln. Diese Art Energie ist fantastisch und ich finde es immer spannend live Open Innovation Prozesse, die über unsere Anwendung implementiert wurden, zu sehen. Ideen verbreiten sich wie ein Lauffeuer und im Minutentakt kommen Kommentare, wie zuletzt bei einem spannenden Projekt mit der Deutschen Welle zu sehen war.

Hack-a-thon, Ideenwettbewerb, Innovation Lab – heute es gibt so viele Formen der offenen Innovation, aber es gibt auch viele Fälle, wo offene Innovation nicht funktioniert, Probleme zu lösen oder Teilnehmer zu motivieren. Hier sind 10 Dinge, die Sie aus meiner Erfahrung nicht tun sollten, wenn Sie bei Open Innovation erfolgreich sein wollen:

  1. Den Teilnehmern große Geldpreise anbieten. Dies ist ein großer Anreiz, viele Teilnehmer zu gewinnen, aber in der Regel motivieren Sie die Teilnehmer nicht, die besten Ideen zu entwickeln. In vielen Studien wurde bewiesen, dass Geld- oder Sachleistungen für die Motivation, bessere Ideen zu entwickeln oder Produkte zu schaffen, sekundär sind.

  2. Konzentration nur auf die „besten Ideen“ und Gewinner. Ideen müssen entwickelt werden und deshalb geht es bei der offenen Innovation hauptsächlich um die Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Ideen. Manchmal werden anfangs vermeintlich „schlechte“ Ideen zu großartigen Ideen, wenn man diesen nur Zeit lässt. Zu oft reduzieren sich offene Innovations-Wettbewerbe ausschließlich auf PR-Veranstaltungen und die Ideen werden vernachlässigt.

  3. Einen Ideenwettbewerb machen und glauben, dass die Leute einfach auftauchen. Nach meiner Erfahrung sind die Mobilisierung und eine Kampagne die Eckpfeiler für den Erfolg offener Innovation. Nicht nur wegen einer höheren Beteiligung, sondern auch um eine breitere Vielfalt von Teilnehmern und Wissen zu gewinnen, für bessere Dialoge und einen fruchtbaren Austausch von Ideen.

  4. Versuchen mit Verhaltens- und Kommunikationsregeln alles "abzusichern". Wenn Sie nicht von Natur aus an die konstruktive Art der zwischenmenschlichen Kommunikation und Zusammenarbeit glauben, dann versuchen Sie nicht, offen zu innovieren. Die so genannten Social-Media-Richtlinien werden oft nur von ihren Schöpfern gelesen.

  5. Moderatoren und Organisatoren beteiligen sich nicht an den Gesprächen. Es ist unbedingt notwendig sich in die Konversation einzuschalten. Nicht die Gespräche nur koordinieren, sondern Teil dieser zu werden. Gerade der Input und die Unterstützung durch das Management sind sehr hilfreich, und Sie lernen nur, wie es funktioniert, wenn Sie sich engagieren.

  6. Sie haben keinen Plan zur Umsetzung. Wenn die Teilnehmer nicht sehen, dass ihre Ideen umgesetzt werden, werden sie das Vertrauen in den Prozess verlieren, und sich in Zukunft nicht mehr beteiligen. Versuchen Sie von Anfang an kommende Widerstände und konträre Interessen einzuplanen. Gerade bei der Ideen-Umsetzung laufen Sie schnell gegen Wände.

  7. Glauben, dass Soziale Medien Zeitverschwendung sind. Offene Innovationsprozesse sind eine große Konversation. Der freie Wissensaustausch reicht von trivial zu komplex, aber die besten Ideen reifen im Austausch. Open Innovation Plattformen erlauben Teilnehmern Ideen in formlosem Rahmen zu teilen und direkt mit Ihrer Organisation zu interagieren. Lassen Sie sich diese großartige Chance nicht entgehen, indem Sie die Sozialen Medien übergehen.

  8. Der Glaube, dass offene Innovation von A-Z geplant werden kann. Offene Innovation ist eine Reise, die einen guten Anteil Flexibilität braucht. Es ist wichtig, einen Plan zu haben, aber das bedeutet nicht, dass Sie alles im Voraus planen sollten. Die meisten offenen Innovationsprozesse verlaufen irgendwie anders, als die Organisatoren es erwartet haben. Eine Präsentation von Judo Antin von Facebook, namens „Die Grundlagen der Motivation im Zeitalter von Sozialen Medien“, zeigt auf faszinierende Weise die Komplexität der Benutzerdynamik. Sehen Sie das Video unten.

  9. Langweilige Themen. Welche Herausforderung trifft den Nerv? Langweilige Themen sind ein Rezept für Misserfolg. Versuchen Sie das richtige Thema und Fragestellung für die passende Zielgruppe zu finden. Der sehr empfehlenswerte Feverbee Blog bietet einen großartigen Beitrag, was die Motivation in Online Communities ausmacht.

  10. Gute Ideen umformulieren und sie als Eigene verkaufen. Das ist das Schlimmste. Die Leute kommen mit großartigen Ideen und Diskussionen. Das Management erntet diese Früchte und verkauft sie als seinen Erfolg. Anerkennung ist so wichtig bei offener Innovation. Ehre, wem Ehre gebührt. Beteiligen Sie die Teilnehmer am Umsetzungsprojekt une zeigen Sie transparent die Beiträge.

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